3. Leipziger Pflegesymposium

Innovative Wohn- und Pflegekonzepte

Die Welt zwischen Wohnpflege und Pflegewohnen

Dienstag, 12. Mai 2020,
ASB-Bildungszentrum „Am Sonnenpark“ Leipzig

Veranstalter:
ASB Regionalverband Leipzig e.V.

in Kooperation mit:
ASB-Landesverband Sachsen e. V.

unterstützt durch:
ASB Deutschland e.V.

Seit mehreren Jahren trifft der steigende (demografisch bedingte) Pflegebedarf auf ein stagnierendes Personalangebot in der Pflege. Diese Entwicklung wird zusätzlich von veränderten Erfordernissen der Pflegebedürftigen begleitet. In diesem dynamischen Umfeld stärkt die Politik die ambulante Pflege mit Gesetzen, wie den Pflegestärkungsgesetzen I bis III. Die Auswirkungen des allgemein vorherrschenden Grundsatzes „Ambulant vor Stationär“ spiegeln sich deutlich in der Förderung ambulanter Versorgungsstrukturen, wie beispielsweise ambulant betreute Wohngemeinschaften, Wohngruppen, Quartierwohnen, Pflegezentren etc., wider.

Im Rahmen des Leipziger Pflegesymposiums werden Fachexperten über zukunftsfähige Wohn- und Pflegekonzepte unter Berücksichtigung der aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Vor- und Nachteile für Pflegeanbieter, Investoren sowie Pflegebedürftige und Pflegekräfte sprechen. Dabei werden innovative Projekte vorgestellt, aus denen sich ein Zukunftsbild des Pflegemarktes ableiten lässt.

Wir freuen uns mit Ihnen auf interessante Fachbeiträge und eine rege Diskussion am 12. Mai 2020 im ASB-Bildungszentrum in Leipzig.

 

Programm

08.30 UhrEmpfang bei Kaffee und Tee
09.00 UhrBegrüßung und Einführung durch die Veranstalter
09.15 UhrSmart Home: Staubroboter digital vernetzt und refinanziert?
Anja Möwisch, Rechtsanwältin, Vorstandsmitglied der Service-Konzepte M + M AG, Hannover
10.00 UhrKaffeepause
10.15 UhrGesetzliche Grundlagen für neue Wohnformen –
Bestandsaufnahme und Perspektiven für Pflegeheimbetreiber und Investoren sowie zukünftige Aufgaben und Potenziale

Rolf Gennrich, Dipl.-Sozialgerontologe, Kassel
11.00 UhrKaffeepause
11.15 UhrInnovative ambulante Wohnformen –
Entwicklungen, Potentiale und Herausforderungen

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Leiterin der Abt. Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Universität Bremen
12.15 UhrMittagspause
13.15 UhrDemenz und neue Wohnkonzepte
Sabine Tschainer-Zangl, Dipl.-Theologin, Dipl.-Psycho-Gerontologin, Inhaberin des Instituts aufschwungalt, München
14.15 UhrKaffeepause
14.30 UhrFinanzierung von Betreuungsdiensten
Anja Möwisch, Vorstandsmitglied der Service-Konzepte M+M AG, Hannover
15.15 UhrAusblick: Aktuelle politische Entwicklungen
Dr. Bettina Leonhard, Abteilungsleiterin Soziale Dienste, Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V. (ASB)
15.45 UhrZusammenfassung des Konferenztages, Diskussion
16.00 UhrEnde der Veranstaltung
Meine Teilnahme als Referent des Leipziger Pflegesymposiums 2019 hat mir großen Spaß gemacht und ich hoffe, dass ich die Erwartungen der Teilnehmer erfüllen konnte. Herzlichen Dank für die Einladung und hoffentlich bis bald. Bernd Christoph Meisheit

Geschäftsführer der Sana IT Services GmbH

Ich darf nochmals meinen positiven Eindruck zum Leipziger Pflegesymposium kundtun und freue mich darauf, wieder von Ihnen zu hören.
Mit besten Grüßen aus Österreich. Dr. Christine Ecker

Leitung Geschäftsbereich Pflege Samariterbund Burgenland Rettung und Soziale Dienste gem. GmbH

Das Leipziger Pflegesymposium war sehr gelungen und ich habe viele interessante Denkanstöße zur Digitalisierung in der Pflege bekommen. Jaqueline Schmidt

Leiterin des ASB-Bildungswerks in Köln

Unsere Referenten 2020 und ihre Vorträge

Anja Möwisch

Anja Möwisch

Rechtsanwältin; Vorstand der Service-Konzepte M+M AG

 

Anja Möwisch ist Fachanwältin für Steuerrecht und führt in Hannover ihre eigene Kanzlei. Ihre Schwerpunkte sind die Beratung von Senioren-. Behinderten- und Jugendhilfeeinrichtungen, ambulanten Diensten in der Umsetzung moderner Wohn- und Quartierskonzepte. Rechtliche Schwerpunkte sind das Pflegeversicherungsrecht, Heim- und Heimvertragsrecht, Sozialhilferecht sowie das Gesellschafts- und Steuerrecht (insbesondere des Gemeinnützigkeitsrechtes).

Desweitern ist Anja Möwisch an mehreren Fachhochschulen als Lehrbeauftragte für den Bereich des Gesundheits- und Pflegerechts tätig gewesen. Sie war Mitglied der niedersächsischen Schiedsstelle nach SGB XII und im Bundesbeirat und Rechtsanwältsnetzwerk von Einrichtungsverbänden und ist Mitglied des CARO Instituts. Sie ist Autorin verschiedener Publikationen und schreibt regelmäßig Fachartikel.

Seit April 2012 ist sie Vorstand der Service-Konzepte M+M AG und beschäftigt sich mit Konzept- und Patententwicklungen und deren Refinanzierung unter Einbindung digitaler technischer Assistenz- und Hilferufsysteme.

 

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Smart Home: Staubroboter digital vernetzt und refinanziert?

Wie gehen wir mit den Herausforderungen des Älter Werdens um? Wir sollten jetzt die zukunftsfähige Lösungen entwickeln, mit den wir effizient die Herausforderungen lösen können und mit denen wir – ohne die Pflegebedürftigkeit in den Vordergrund zu stellen – länger selbstbestimmt leben möchten. Warum unterstützen wir helfende Hände nicht mit effizienten und intelligenten Haushaltsgeräten, die über integrierte Notrufsysteme digital vernetzt sind?

Assistenztechnik soll nicht die Unterstützung durch Menschen ersetzen, sondern die Menschen von unerwünschten Aufgaben wirtschaftlich entlasten und die Möglichkeit schaffen, dass mehr Zeit für Betreuung und Kommunikation geschaffen wird.

Rolf Gennrich

Rolf Gennrich

Dipl.-Sozialgerontologe, Kassel

 

Rolf Gennrich ist Diplom-Sozialgerontologe, leitete ein Altenhilfezentrum, baute eine freifinanzierte Tages- und Kurzzeitpflege auf und führte arbeitswissenschaftliche Untersuchungen zu den Dimensionen und Modellen angemessener Personalschlüssel in der Altenpflege durch. Er war stellvertretender Leiter der Abteilung Sozialwirtschaft des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA). Er betreute verschiedenste Forschungsprojekte von Bundes- und Landesministerien, u.a. das Modellprogramm zur Verbesserung der Versorgung Pflegebedürftiger und die Projekte zur Erprobung und Anwendung des Pflegezeit- und Personalbedarfsermittlungsverfahrens PLAISIR in Deutschland.

Rolf Gennrich ist Mitautor und Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur Pflegeversicherung, zur Betriebswirtschaft und zur Personalorganisation in Tages- und Kurzzeitpflegeeinrichtungen und Pflegeheimen. Er wirkte im Fortbildungsschwerpunkt des Deutschen Vereins zu Fragen der Finanzierung und Konzeptentwicklung vollstationärer Pflege mit sowie für Wirtschaftsberatungsgesellschaften und Banken in der Sozialwirtschaft.

Herr Gennrich ist Mitbegründer der KDA-Hausgemeinschaften mit zahlreichen gemeinsamen Veröffentlichungen und Veranstaltungen zu dem betriebswirtschaftlichen und architektonischen Grundkonzept der als „Vierte Generation“ im Pflegeheimbau bezeichneten Hausgemeinschaften. Er war geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für Altenwohnbau und Qualitätsmanagements (INFAQT GmbH) bis 2014. Im Jahr 2013 gründete er GEWIA (Gennrich – Wohnen im Alter) als freiberuflich organisiertes Beratungsbüro in Langenfeld.

 

 

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Gesetzliche Grundlagen für neue Wohnformen

Bestandsaufnahme und Perspektiven für Pflegeheimbetreiber und Investoren sowie zukünftige Aufgaben und Potenziale für Pflegeheime,
Prognosen und Empfehlungen

 

Praxisbeispiele:

  • das sektorenverbindende Pflegezentrum am Beispiel der städtischen Heime Krefeld
  • Modernisierung als Chance begreifen – Hybridstrukturen, organisatorisch innovativ und rechtlich sicher gestalten am Beispiel eines Pflegezentrums in Erftstadt
  • das Pflegekompetenzzentrum in Nordhorn
  • das kleinteilige Gemeindepflegehaus im ländlichen Raum

 

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann

Leiterin der Abt. Pflegewissenschaftliche Versorgungsforschung, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Universität Bremen

 

  • Professorin an der Universität Bremen und Leiterin der Abteilung „Pflegewissenschaftlicher Versorgungsforschung“ am dortigen Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
  • zahlreiche Forschungsprojekte und Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Versorgungsforschung für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf und Qualitätssicherung/-weiterentwicklung in der Pflege; besondere Schwerpunkte in der Forschung zu alternativen Versorgungssettings für Menschen mit Pflegebedarf und/oder Demenz

 

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Innovative ambulante Wohnformen – Entwicklungen, Potentiale und Herausforderungen

Wohn- und Versorgungsangebote für Menschen mit Pflege und Unterstützungsbedarf haben sich in den vergangenen 30 Jahren sehr ausdifferenziert. Mit zunehmender Verbreitung und Weiterentwicklung solcher neuen Wohnformen treten Fragen nach Versorgungsoutcomes und der Versorgungsqualität, aber auch nach der leistungsrechtlichen Ausgestaltung und deren Auswirkungen stärker in den Blick.

Der Vortrag gibt daher einen Überblick zur Entwicklung neuer Wohnformen und zeigt insbesondere am Beispiel ambulant betreuter Wohngemeinschaften auf, was über nachweisbare Unterschiede in gesundheitsbezogenen Endpunkten bekannt ist, welche Herausforderungen bei der Qualitätssicherung bestehen und welche Zusammenhänge sich zur Ambulantisierung stationärer Einrichtungen ergeben können.

Sabine Tschainer-Zangl

Sabine Tschainer-Zangl

Dipl.-Theologin, Dipl.-Psycho-Gerontologin, Inhaberin des Instituts „aufschwungalt“, München

 

Sabine Tschainer-Zangl ist Diplom-Theologin, Diplom-Psycho-Gerontologin und Personalcoach. Sie ist Geschäftsführerin und Inhaberin des Instituts aufschwungalt in München. Sie war 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und verfügt über eine 30-jährige Berufstätigkeit im Demenz-Bereich.

Frau Tschainer-Zangl ist Autorin zahlreicher Publikationen zu den unterschiedlichsten Problemstellungen der Altenhilfe und Mitglied des fachlichen Beirats der Deutschen Alzheimer Gesellschaft sowie Kuratorin des KDA (Kuratorium Deutsche Altershilfe).

 

 

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Demenz und neue Wohnkonzepte

Die Begleitung und Pflege demenzerkrankter Frauen und Männer stellt inzwischen eine zentrale Herausforderung für die Versorgungssysteme dar. Unter dem Stichwort „Neue Wohnformen im Alter“ sind im Laufe der vergangenen Jahre verschiedene innovative Konzepte entwickelt und umgesetzt worden.

Der Beitrag informiert zu folgenden Ansätzen:

  • Angebote des Betreuten Wohnens
  • Wohngruppen und Hausgemeinschaften im stationären Pflegebereich
  • Wohnen plus Pflege und Service (Bielefelder Modell) sowie
  • Ambulant betreute Wohngemeinschaften für Hilfs- und Pflegebedürftige.

Neben der Vorstellung der Konzepte werden Erfahrungswerte zu deren Vor- und Nachteilen bei der Versorgung Demenzerkrankter wiedergegeben.

Teilnahmegebühr

68,00 EUR
(10 % Frühbucherrabatt bei Anmeldung bis zum 15.02.2020)

51,00 EUR für ASB-Mitarbeitende

In der Teilnahmegebühr enthalten sind Tagungsgetränke, Kaffeepause und Verpflegung

Anmeldung

Anmeldeschluss: 20. April 2020

Anmeldung (PDF)

Hinweis: Wegen erhöhter Nachfrage und begrenzter Teilnehmerzahl bitten wir Sie um eine rechtzeitige Anmeldung.

Dienstag, 12. Mai 2020

8:30 – 16:00 Uhr

Veranstaltungsort:

AM SONNENPARK (Logo)

ASB-Bildungszentrum „Am Sonnenpark“,
Mattheuerbogen 6, 04289 Leipzig-Probstheida

ASB-Bildungszentrum „Am Sonnenpark“

Mattheuerbogen 6, 04289 Leipzig-Probstheida
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